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12.2009 |
| Trudi-Birger-Klinik  Untersuchungssituation
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Es war nicht das Spiel, das man vom Kindergeburtstag kennt –immer ein Stuhl weniger ...
Es war wirklich eine Reise nach Israel, in diese uralte ewig umkämpfte Stadt. Nun bin ich zurück und wohl auf Dauer fasziniert von den Eindrücken der letzten beiden Wochen. Grund der Reise war die unentgeltliche Arbeit im Rahmen einer Organisation, die ich zufällig auf der IDS in Köln antraf: DVI = Dental Volunteers for Israel. Freiwillige Zahnärzte behandeln in einer Stiftung in Jerusalem Kinder im Alter von 5 bis 18 Jahren, deren Familien keine reguläre zahnärztliche Behandlung bezahlen können. Ich habe dort auch zwei Wochen behandelt. Es war eine Erfahrung der besonderen Art, in jeder Hinsicht. Zum Einen war es erstaunlich zu sehen, wie sich Menschen verhalten, denen nicht zu beliebiger Zeit der Gang zum Arzt frei steht. Deutlich umsichtiger, präventiver. Zum Anderen haben mich die Untersuchungs- und Behandlungsstandards der Trudi-Birger-Klinik beeindruckt, die dort unter engen finanziellen Verhältnissen realisiert werden. Für jedes der einbestellten Kinder existiert ein sorgfältig erstellter Behandlungsplan, der vom Klinikdirektor nach eingehender Untersuchung und Röntgendiagnostik erstellt wurde. Dabei kann auch auf die fachliche Unterstützung eines emeritierten Universitätsprofessors der Hebrew University (Abtlg. Kinderzahnheilkunde) zurückgegriffen werden. Professor Edelmann steht der Klinik tageweise zur Verfügung. |  Die halbe Familie kommt mit
 Blick vom Ölberg auf die Altstadt
| Die konservierenden Maßnahmen bestehen im Wesentlichen aus Füllungstherapien und gelegentlichen Extraktionen. Wurzelbehandlungen werden von Spezialisten durchgeführt. Es war also fachlich nicht besonders fordernd, atmosphärisch aber eine andere Welt. Stellen Sie sich einfach vier Behandlungsstühle in einem ca 60 Quadratmeter großen Raum vor und bis zu 20 Menschen – Zahnärzte, Helferinnen, Eltern, Geschwister, Freunde etc. der jungen Patienten – vor, die in diesem Raum arbeiten, sitzen, stehen, herumgehen. Ein exotischer Mix aus Eltern, Kindern und modernen jungen Leuten. Orthodoxe Juden in ihren schwarzen Anzügen mit breitkrempigen, ebenfalls schwarzen Hüten, arabisch stämmige Familien mit zahlreichen Kindern, die alle der Reihe nach behandelt werden sollen/wollen, dazwischen europäisch westlich gekleidete Heranwachsende, ständig ihr Handy am Ohr. In den Ecken um die Behandlungseinheiten herum steht und liegt alles, was zur Behandlung gebraucht wird, in engem Nebeneinander. Ohne unsere sinnvollen Hygieneregularien relativieren zu wollen, musste ich immer wieder, innerlich lachend, an die Richtlinien des RKI denken. Natürlich war alles sterilisiert, die Materialien durchaus up-to-date. Aber der in Deutschland inzwischen eingekehrte Hyperperfektionismus hatte dort keine Chance. Einfach aus den gegebenen Verhältnissen heraus hatten sich dort weniger aufwändige Rahmenbedingungen ergeben. Trotzdem bin ich sicher, dass die essentiellen Standards sorgfältiger beachtet wurden als in mancher deutschen Praxis. Selbstverständlich wurde mit Einmalhandschuhen und Mundschutz behandelt, natürlich mit Kofferdam bei entsprechender Indikation und natürlich immer unter lokaler oder Leitungsanästhesie und immer mit Matritzen bei approximalen Füllungsanteilen, egal ob Milchzahn oder bleibender. Und natürlich wurden Kinder von einer Prophylaxehelferin in einem gesonderten Behandlungszimmer instruiert, motiviert und gereinigt. ( Eine wesentliche Motivation bestand wohl auch darin, dass die kostenlose Behandlung nur unter der Bedingung stattfand, dass eine häusliche Mundhygiene erkennbar war.) Die Kinder, die ich behandelt habe – es mögen um die hundert gewesen sein – zeigten bis auf zwei Ausnahmen durchweg gut gereinigte Zähne. Die beiden Patienten, die Beläge aufwiesen, wurden darauf angesprochen und umgehend wieder der Prophylaxe-Assistenz vorgestellt. |
 Felsendom und Golden Gate | Mein Gesamteindruck: Die Klinik bringt nicht nur einen bewundernswerten Einsatz für Kinder mit schwachem finanziellen Hintergrund, sondern setzt gleichzeitig Maßstäbe in der Kinderzahnheilkunde und –prophylaxe. Kompromissfähig dort, wo es nicht schadet, aber konsequent in ihrer Fachlichkeit. Ich kann jeder Kollegin, jedem Kollegen eine solche Erfahrung nur wünschen. Es war unglaublich interessant, schön und wohltuend, ein klein wenig dazu beizutragen. | | Und sonst? Israel? Jerusalem? | |  Garten Gethsemane mit mehr-hundertjährigen Ölbäumen
 Garten Gethsemane
| Ich bin täglich stundenlang gelaufen in dieser unglaublichen Stadt, die neben aller Exotik eine große Erhabenheit ausstrahlt, der man sich nicht entziehen kann. Viertausend Jahre Geschichte, die besondere Situation eines kleinen Volkes, das auf fast winziger Staatsfläche große wirtschaftliche, technische und kulturelle Leistungen schafft. Umzingelt von einer zigfach größeren arabischen Bevölkerung, die gegnerisch, z.T. offen feindlich eingestellt ist. Ein Volk, das immer wieder Kriege führen musste, um seine Heimat nicht zu verlieren. Ein Volk, das nie wieder wehrlos sein will. Es war nicht an jedem Ort und in jeder Situation leicht, die freundliche Frage zu beantworten "Where do you come from?" Meine Antwort war aber immer akzeptiert. Nie habe ich irgendeine Form reservierten Rückzugs erlebt, wenn Gesprächpartner erfuhren, dass ich Deutscher bin. Ich war auf anrührende Weise immer willkommen. Ich habe jahrtausende alte Gräber, heilige Orte, Kirchen, Moscheen und Synagogen gesehen, die Via Dolorosa beschritten, bin in den Sukhs der Altstadt herum gegangen, habe mit orthodoxen Juden in ihrem Viertel geredet, bin auf den Ölberg (Mount of Olives) hoch gewandert, den Garten Gethsemane besucht und habe an der Klagemauer (Western Wall) gestanden. Letztlich habe ich mir auch Yad Vashem nicht erspart. Es war schrecklich trotz allem, was ich schon von der Shoah wusste und kannte. Aber ich bin froh, dort gewesen zu sein. | | Die Trudi-Birger-Klinik wirbt um Zahnärzte, die dort freiwillig arbeiten, mit einem Prospekt. Darin heißt es: "Tun Sie etwas für Ihre Seele, Ihr Herz und Ihre Berufserfahrung! Wir brauchen Sie in Jerusalem." Das bringt es auf den Punkt. | | Dr. Armin Jäkel | | Möchten Sie mehr wissen? | http://www.dental-dvi.co.il/Link ZDF 1 Link ZDF 2 | | |
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| Veranstaltungen | | | | | | | Kontakt | | TruDent Zahnärztliche Behandlungskonzepte AG
Marientaler Straße 17 24340 Eckernförde
| Tel.: | 04351-720046 | Fax:
| 04351-720047 | | E-Mail: | info@trudent.ag |
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